Psychoanalytische Ausbildung
Die Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Stuttgart/Tübingen bildet Ärzte und Psychologen zu Psychoanalytikern aus. Ferner bildet sie Ärzte zum Erwerb der Zusatzbezeichnung "Psychoanalyse" und Diplompsychologen zum analytischen Psychotherapeuten weiter. Die Aus- bzw. Weiterbildungsgänge sind berufsbegleitend. Eingangsvoraussetzungen ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium in Medizin oder Pschologie. In einzelnen Fällen kann für andere akademische Berufsgruppen eine sogenannte Laienausbildung angeboten werden; sie berechtigt jedoch nicht zur Teilnahme an der Kassenärztlichen Versorgung.
Die Aus- und Weiterbildung ist in Abschnitte gegliedert, die mit Kolloquien bzw. Prüfungen abgeschlossen werden. Zwischenprüfungen bzw. Vorkolloquien berechtigen im Rahmen der Ausbildung zur Behandlung unter Supervision. Der dann folgende Abschluß nach den geltenden Psychotherapierichtlinien bzw. nach dem Psychotherapeutengesetz (Approbation) befähigt Diplompsychologen zur Teilnahme an der kassenärztlichen Versorgung. Der Abschluß nach der Weiterbildungsordnung für Ärzte befähigt diese zum Führen der Zusatzbezeichnung "Psychoanalyse" und damit ebenfalls zur Teilnahme an der kassenärztlichen Versorgung. Beide Abschlüsse verschaffen jeweils die Voraussetzung zum Erwerb der Mitgliedschaft in der DGPT. Eine Berechtigung zur Teilnahme an der kassenärztlichen Versorgung wird jedoch nach Bedarfsgrundsätzen von der regionalen Kassenärztlichen Vereinigung erteilt. Der Abschluß mit dem Kolloquium vor der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung e.V. berechtigt zum Erwerb der Mitgliedschaft in der DPV bzw. in der Psychoanalytischen Arbeitsgemeinschaft Stuttgart-Tübingen und in der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV).
Die Ausbildungsrichtlinien sind beim Vorsitzenden des Örtlichen Ausbildungsausschusses erhältlich, an den auch die Bewerbung zur Aus- bzw. Weiterbildung zu richten ist.
Über die Aus- und Weiterbildung hinaus bietet die Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Stuttgart-Tübingen Vorträge und kollegiale Arbeitskreise für Ärzte, Psychologen, Universitätsmitarbeiter, Berater und Gasthörer an. Die Semesterprogramme sind im Institut erhältlich.